Meine Philosophie

Meine Philosophie – Pferde verstehen, Leichtigkeit und Respekt

Ein schöner Ausritt oder ein erfolgreiches Training.
Wir sehen alle die Welt mit den Augen, spüren mit den Fingern und hören mit den Ohren. Trotzdem sind die Gefühle und die dabei entstehenden Emotionen sehr individuell.
Pferde sehen uns auch mit den Augen, doch nehmen sie viel mehr wahr als wir Menschen. Das kleinste Geräusch, die kleinste Bewegung, Gerüche und jede Gewichtsverlagerung – nichts davon entgeht ihnen.
Wollen wir nun eine enge Verbindung und direkten Zugang zu unseren Pferden finden, sollten wir bestrebt sein, ihre Wahrnehmung zu verstehen. Deswegen müssen wir uns in das Pferd hineinversetzen können.

Pferde verstehen heißt daher: die Welt durch die Augen des Pferdes sehen.

Diese Betrachtungsweise zu erlernen, gelang mir durch meine offene Art und meinen nicht zu stillenden Wissensdurst. Gerade auch weil dieser schier unersättlich ist und ich mich stets weiterbilden möchte, musste ich mir angewöhnen, meine Quellen und deren Inhalt immer kritisch zu hinterfragen. Diese gesunde Distanz war ausschlaggebend dafür, dass ich immer rational bleiben konnte und versuchte viel zu reflektieren. Auf meiner Suche nach dem richtigen Weg konnte ich bei weitem nicht allen Aussagen oder Begründungen zustimmen, doch ich konnte immer etwas Lehrreiches herausziehen und damit meinen Horizont erweitern.
Als große Vorbilder dienen mir Ideen von Anja Beran und Bent Branderup, Oliviera, Baucher und insbesondere Philippe Karl.

Aber auch in das Pferd zu sehen ist wichtig. Hierzu müssen wir uns der Kommunikation des Pferdes öffnen, aufmerksam auf seine feinen Signale achten, seine Reaktionen deuten und somit lernen seine Sprache zu deuten und auch zu sprechen.
Doch als guter Trainer ist es nicht ausreichend, die Sprache der Pferde zu erlernen, in das Pferd hineinzuhören und ihm zuzuhören. Genauso erforderlich ist es, sich in den Schüler hineinversetzen zu können. Deswegen ist es mir wichtig, mir für jeden Schüler genügend Zeit zu nehmen, ihn den Unterricht maßgeblich mitgestalten zu lassen und diesen mit möglichst viel Spaß zu gestalten. Diese Flexibilität bereitet mir Freude und sorgt für einen abwechslungsreich gestalteten Unterricht, der durch mein Studium der Psychologie zusätzlich profitiert.

Viele meiner Schüler sind immer wieder erstaunt, dass mir viele Feinheiten und Details anders als von ihnen erwartet nicht verborgen bleiben.
Genauso feinfühlig und aufmerksam wie beim Pferd, muss man auch beim Menschen sein. Nur hinzuschauen reicht bei beiden oft nicht aus, um alles und insbesondere Probleme zu erkennen – man muss „sehen“ und vor allem auch wirklich zuhören.

Neben der Erarbeitung eines Verständnisses für das Pferd, der Fähigkeit klar mit dem Pferd zu kommunizieren – ob nun am Boden oder im Sattel – und einer auf Vertrauen basierenden, stabilen Beziehung, basiert meine Arbeit auf biomechanischen Grundsätzen und der klassischen Dressur. So biete ich eine gefühlvolle, fundierte und pferdegerechte Ausbildung deren Mittelpunkt der absolute Respekt gegenüber dem Pferd und Leichtigkeit in allen Bereichen bildet.

Bei mir ist jeder Mensch mit jedem Pferd willkommen. 
Ich hole dich und dein Pferd da ab, wo ihr steht und wir arbeiten an euren individuellen Zielen, Wünschen und sich herausstellenden „Baustellen“ oder Problemen.